HINTERGRUND

Begonnen im Gründungsjahr 95,  ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Ernst-Otto Winnacker, das ehrenamtliche Engagement der Pädagogin und Gründerin Lieselotte Winnacker-Spitzl und die ehrenamtliche Mitarbeit von 7 "Gründungsstudenten" der Universität Wuppertal, arbeitet das Unternehmen nun im 16. Jahr seines Bestehens erfolgreich und hofft, dass die damit verbundene Idee Handeln statt Beklagen "zündet" und in weiteren Universitätsstädten umgesetzt wird.

 

 

Ernst- Otto Winnacker, Initiator und Hauptsponsor des Kinderhauses Luise Winnacker e.V. ergreift im Jahr 1995 nach dem Motto: „Handeln statt Beklagen “die Initiative. Er stellt ein ideal gelegenes Haus mit großem Gelände in naturnaher Lage für 6 Jahre kostenlos zur Verfügung mit den Worten an seine Schwester Liselotte Winnacker- Spitzl:„Mach was daraus!“                   

 

Was hat ihn dazu bewogen?

Ernst- Otto Winnacker: „ Sicher hat mein eigenes gutes Lebensschicksal, verbunden mit großer Dankbarkeit an meine Eltern und der Einbindung in eine intakte Großfamilie die Entscheidung für meine Initiative mitbestimmt.

Darüber hinaus habe ich mit Betroffenheit die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre verfolgt. Mich hat vor allem die Radikalität erschreckt, mit der Kinder und Jugendliche in zunehmendem Maße auf ihre Notsituation aufmerksam machen. Höchste Zeit, diesen deutlichen Hilferuf aufzugreifen und Handlungsmöglichkeiten  bereitzustellen. Dabei bin ich überzeugt, dass jeder verantwortliche Bürger dazu seinen Beitrag leisten kann.

Mein Beitrag: Ich habe Haus und Gelände  für diese Kinder und Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Hier sollte nach meiner Vorstellung der Versuch unternommen werden, ihnen Alternativen und Perspektiven anzubieten, die sich von ihrem Alltag positiv abheben.

So konnte ich die Voraussetzungen für das „Unternehmen Zündfunke“ im Kinderhaus Luise Winnacker e.V. schaffen.

Beeindruckend, was über Zahlen und Fakten und mein ursprünglich humanitäres Anliegen hinaus daraus geworden ist! Durch die Einbeziehung von Lehramtsstudenten in die Betreuung der Kinder und Jugendlichen wurden nicht nur neue Kräfte freigesetzt, sondern gleichzeitig wurde auch ein wichtiger Beitrag zu einer besseren,  vor allem realitätsnahen Lehrerausbildung geleistet. Das erscheint mir angesichts der Misere, in der sich unser Bildungssystem befindet, von größter Bedeutung. Zusammengefasst ist dieser Versuch nicht nur gelungen, sondern eine in vielerlei Hinsicht  zukunftsweisende Antwort auf ein brennendes Problem unsere Zeit.

Ich möchte Mut zu ähnlichen Initiativen machen, zur Nachahmung und verstärkten bürgerlichen Mitverantwortung anstiften. Je öfter dies gelingt, desto mehr wird geholfen, einer besorgniserregenden gesellschaftlichen Entwicklung entgegenzutreten.

Mit Freude stelle ich fest, dass mittlerweile viele Wuppertaler Bürger und Firmen sich dieser Verantwortung stellen und in der ein oder anderen Form ihren unterstützenden Beitrag leisten.“

Ernst- Otto Winnacker, im März  2003

2. Vorsitzender Förderverein Kinderhaus Luise Winnacker